Tränen eines Clowns

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Der Schein eines Lichtes erhellte das nebelige Dunkel der Nacht, und die Schreie der Krähen verhallten in der Endlosigkeit. Das Knarren der morschen Holzräder eines Pferdewagens ließ die Vögel aus ihrer nächtlichen Ruhe schrecken. Der Wagen zog langsam den Hügel hinauf, in die Richtung eines Dorfes am Rande des Waldes; dorthin, wo man jedes Jahr zur Frühlingszeit den Jahrmarkt bewundern konnte.

Die Äste, die auf dem vom Regen ausgespülten Weg lagen, brachen mit lautem Knacken unter den großen Rädern des schweren Wagens. Der Kutscher, ein alter, griesgrämiger Mann mit langem, weißem Bart, einem altem, zerrupften Mantel über den Schultern und einen viel zu groß wirkenden Pastorhut auf dem Kopf, ließ immer und immer wieder die Peitsche knallen und trieb die mageren, schwachen Pferde erbarmungslos vorwärts, immer weiter und tiefer in die kalte Nacht hinein. Der kalte Wind blies durch das Geäst der noch laublosen Bäume und sang eine qualvolle Melodie.

Die Ketten klirrten entlastet, als der Wagen auf der Spitze des Hügels ankam. An einer Lichtung am Waldrand entdeckte der Kutscher einen alten, verlassenen Brunnen. Er lenkte die halb verdursteten Pferde dort hinüber und ließ sie halten. Die Pferde schnaubten erschöpft und ließen müde ihre Köpfe nach unten sinken. Der Kutscher sprang von seinem Sitz, eilte zum Brunnen und füllte seine Trinkflasche mit dem erfrischenden Wasser, um es gierig hinunterzuschlucken. Kaum dass er seinen Durst gestillt hatte, sah er hinüber zum Wagen. Er füllte die Flasche erneut mit Wasser, füllte auch den Eimer, der am Brunnen stand, und brachte beides hinüber zu den Pferden. Die Pferde tranken gierig, und er stellte den Eimer vor ihnen ab, um um den Wagen herum zu gehen. Er klappte die kleine Leiter vor der Tür des Wagens herunter und stieg die Treppen hinauf, öffnete die Tür und schaute hinein.

Drinnen war es ruhig. Er stieg hinein, holte aus seiner Tasche ein Zündholz und zündete die kleine Petroleumlampe an, die in der Mitte des Wagens an der Decke hing. Zwischen all seinen Jahrmarktssachen, dem alten Leierkasten, den Zauberkisten und seinem Kostümschrank stand ein großer käfigartiger Kasten mit einer Decke darüber. Der Kutscher ging darauf zu und hob die Decke leicht an. Dann nahm er die Wasserflasche und hielt sie zwischen die Latten hindurch in den Käfig. Eine schmale Hand schoss aus dem Dunkel hervor und griff danach. Der Kutscher schlug erschrocken mit der anderen Hand gegen den Käfig und fuhr verärgert auf: „Bastard, Du! Mach’ das nicht noch einmal, sonst lasse ich Dich an einem Baum hier verhungern!“ Ein erschrockenes Kreischen drang unter der Decke hervor, verstummte aber gleich wieder. Der Kutscher griff nach der Decke auf dem Käfig und schlug sie wieder herunter. Dann ging er zur Tür des Wagens, löschte das Licht und schloss den Wagen ab. Er setzte sich wieder auf seinen Kutschbock, nahm die Peitsche und schwang sie hoch in die Luft: „Auf, Ihr faulen Klepper! Weiter geht’s! Wir haben noch einen weiten Weg vor uns!“ Seine Stimme schallte zurück in das lange, finstere Tal…

Die Sonne blinkte zwischen den Baumwipfeln hervor und leckte den letzten Rest des aufsteigenden Nebels auf, der sich durch die schmalen Wege des Dorfes wie ein graues, dichtes Seidentuch um die Häuser legte. Sarah sah aus dem Fenster; unten war das Holpern eines schweren Wagens und der dumpfe Hufschlag von Pferden zu hören. Sie blickte in die Richtung, aus der das Geräusch kam. „Mutter, Mutter! Sie sind da! Werden wir heute zum Jahrmarkt gehen?“ Sarah ließ die Gardine aus den Händen gleiten, eilte zum Tisch, um sich schnell anzukleiden und verließ dann eilig das Zimmer. Sie eilte die Treppe hinunter und rief nach der Mutter. Die Mutter stand in der Küche und deckte den Frühstückstisch, als Sarah aufgeregt hereinkam: „Einen guten Morgen wünsch ich Dir, Mutter! Sieh nur – sie sind da! Gehen wir heute zum Jahrmarkt? Bitte…“ Die Mutter sah sie lächelnd an und gab ihr einen Kuss auf die Stirn: „Guten Morgen, Liebes! Sicher werden wir das. Aber nun setz’ Dich erst einmal zu Tisch…“ Sarah setzte sich an ihren Platz: „Werden wir nach dem Frühstück gleich hingehen? Oh bitte, Mutter! Ich bin neugierig auf die Tiere und die vielen bunten Wagen und auf die schönen Sachen, die es wieder zu kaufen gibt…“ Sarahs Wunsch, einmal Tierärztin zu werden, wurde mit dem Frühling jeden Jahres immer größer, und sie war gespannt, was sie diesmal alles sehen würde…

Der Kutscher betrachtete die vielen, bunten Häuser des kleinen Dorfes missmutig, als er mit einem lauten „Brrrh!“ die Pferde zum Stehen brachte. Er sprang vom Kutschbock und fing an, seinen kleinen Zirkus aufzubauen. Er holte die 5 Rundbanden vom Dach des Wagens und legte sie etwas weiter weg vom Wagen an dessen Seite im Kreis aus, so dass ein kleiner Durchgang blieb. Dann steckte er die bunt bemalten Fähnchenstangen, die an der Seite des Wagens festgezurrt waren, im Quadrat um den Bandenkreis und spannte um deren Spitzen eine Lampionkette herum. Nun betrachtete er sein Werk missbilligend und lief zu den Pferden, um sie abzuspannen und an der gegenüberliegenden Seite des Wagens festzubinden, damit er auch sie schmücken konnte. Als er damit fertig war, stieg er in den Wagen und klappte die Seitenwand des Wagens herunter, die als Tribüne dienen sollte. Er band den Vorhang des Wagens, der bis zum Boden reichte, herunter und verschwand dahinter im Wageninneren. Kurz darauf tauchte er wieder auf der Tribüne auf — als Clown verkleidet. Doch selbst sein lustiges Clownsgesicht vermochte seinen Missmut nicht zu verbergen. Er hatte eine Tasse in der Hand, mit der er sich auf den Tribünenrand setzte, die Beine baumeln ließ und sich erst einmal einen Kaffee gönnte. Danach stellte er die Tasse beiseite, holte den alten Leierkasten heraus und fing an, mit lauter Stimme die Leute herbeizulocken, welche schon die ganze Zeit neugierig hinter den Fenstern auf den Marktplatz schauten: „Hereinspaziert, meine Damen, meine Herren! Hier und heute wird Ihnen eine einmalige Zirkusvorstellung geboten! Hereinspaziert, hereinspaziert!!“, so schallte seine Stimme über den noch menschenleeren Platz.

Auch Sarah hörte die Musik und die Rufe, sie sprang auf und drängte die Mutter: „Mutter, hör doch… Ein Zirkus ist im Dorf. Wann werden wir endlich auf den Markt gehen? Oh Mutter, beeil Dich bitte! Ich bin so neugierig…“ Die Mutter sah die erwartungsvollen Augen ihrer Tochter und meinte: „Also gut, mein Kind! Dann mach Dich bereit. Wir wollen dann bald gehen…“, sie lächelte. Sarah tanzte vor Freude die Treppe hinauf, schlüpfte schnell in ihr schönstes Sonntagskleid, nahm geschwind den Mantel und die Schuhe vom Kleiderständer, setzte ihren mit Blumen und Schleifen verzierten Sonntagshut auf und band ihn sich mit einer großen Tüllschleife unter dem Kinn zu. Sie hüpfte singend die Treppe hinunter, setzte sich auf die letzte Stufe und zog sich die Schuhe an, legte sich den Mantel über und lief zur Mutter hinein mit einem fröhlichen: „Fertig!“ Die Mutter hatte auch schon ihre Sonntagskleider angezogen und wartete bereits. Sarah lief der Mutter voraus zur Tür und hielt sie ihrer Mutter auf: „Bitte sehr, Mham…“, sprach sie mit verstellter Kavaliersstimme und einer tiefen Verbeugung, sodass die Mutter lächeln musste und einen gespielten Hofknicks machte: „Danke sehr…“ Sarah tänzelte die Stufen vor dem Haus hinunter, nahm dem Arm der Mutter und hakte sich dort ein. Dann zogen sie in Richtung Marktplatz.

Dort waren schon eine Menge Menschen versammelt und schauten lachend zu, wie der Clown versuchte, auf ein Pferd zu steigen, jedoch immer wieder in den Staub fiel. Das Pferd machte dabei komische Verrenkungen. — Die Leute klatschten vor Freude und warfen Münzen in einen Hut, den ein anderes Pferd im Maul über der Bande entlang reichte. Sarah drängte sich durch die Menschenmassen mit der Mutter an der Hand und kam bald ganz vorn an der Bande an. Dann sah sie, wie der Clown die Pferde hinter den Wagen brachte, auf die Tribüne kletterte und hinter dem Vorhang verschwand. Plötzlich drang irgend ein tierisches Gekreische aus dem Wagen und die Stimme des Clowns war zu hören: „Wirst Du wohl gehorchen, Du missratenes Stück Fell?!“ Daraufhin trat der Clown auf die Tribüne und spielte auf dem Leierkasten ein lustiges Lied. Plötzlich hopste hinter dem Vorhang ein zweiter Clown hervor, er war etwas kleiner als der andere — Sarah sah, dass er hinkte und sich die eine Hand an den Rücken hielt. Dann tanzte er um den Clown mit dem Leierkasten herum und schlug Purzelbäume, machte Handstände und lief auf den Händen. Die Leute klatschten Beifall und riefen dem zweiten Clown Bravo-Rufe zu. Nun nahm der Clown mit dem Leierkasten einige Bälle und warf sie dem tanzenden Clown zu. — Dieser fing sie geschickt auf und jonglierte sie im Kreis, während er tanzend um den anderen Clown herumlief. Die Leute jubelten begeistert. Nach einiger Zeit warf der kleine tanzende Clown die Bälle hinter den Vorhang, lief zu dem Clown neben dem Leierkasten, fasste ihn bei der Hand, und beide machten eine tiefe Verbeugung. Danach rannte der kleine Clown hinter den Vorhang und war verschwunden. Der Clown am Leierkasten sang sein Lied zu Ende und hielt den Leuten den Hut hin, bedankte sich bei seinem Publikum und verschwand ebenfalls im Wagen.

Die Leute gingen nun auch zu den anderen Verkaufswagen hinüber und sahen sich um, oder blieben stehen und plauderten miteinander. Auch Sarah zog nun ihre Mutter voller Spannung zu den übrigen Wagen, um hier und da etwas Interessantes zu bewundern. Als dann die Dunkelheit hereinbrach, gingen alle nach Hause. Sarah tanzte ausgelassen wie ein Teenager neben der Mutter her in Richtung Heimat. Sie kamen am Zirkuswagen vorbei, als Sarah plötzlich wieder das Geschrei und die wilden Rufe des Clowns hörte: „Hinein da, Du lumpiger Fellhaufen!“ Sarah sah ihre Mutter an und meinte: „Was dort drinnen wohl passiert?“ Die Mutter meinte: „Kleines, das geht uns nichts an! Lass uns schnell heimgehen…“ Sarah erkannte im Vorübergehen im matten Lichtschein des Wagens, wie der Clown mit einem Stock auf etwas einschlug. Als er sich umwandte, bemerkte er die Blicke des Mädchens. Er lächelte boshaft und schlug die Tür des Wagens zu. Sarah war erschrocken und zerrte die Mutter in Richtung zuhause. Sie rannte die Treppe hinauf auf ihr Zimmer. Die Mutter brachte ihr eine Weile später, um nach ihr zu schauen, das Abendessen aufs Zimmer, doch Sarah lag bereits auf ihrem Bett und schlief. Sie löschte leise das Licht, nahm das Tablett wieder mit hinunter und ging dann auch zu Bett. Doch diese Nacht sollte für Sarah keine ruhige Nacht werden, denn Sarah hatte einen unruhigen Traum:

Sie war allein auf einer Insel gestrandet, ringsherum nur Meer und Klippen. Der Sand brannte in der Haut ihrer Füße, als sie am Strand stand und zu einer der Klippen hinübersah. Irgendjemand rief ihren Namen, sie lauschte. Geschrei klang von einer der Klippen herüber. Sarah suchte die Klippen ab und eine Stimme rief um Hilfe. Sie konnte auf dem dunklen Grau des Felsens etwas kleines Buntes zappeln sehen, das in einer Art Kasten festzuklemmen schien. Dann war da noch eine Gestalt auf dem Felsen, die sich dem jammernden Etwas näherte. Sarah streifte ihr Kleid vom Körper und rannte in die brausende Flut, sie schwamm auf die Klippe zu. Als sie den Rand der Klippe fast erreichte, hörte sie eine bekannte Stimme sagen: „Warte, diesen Schiffbruch sollst Du nicht überleben!“, und darauf wieder das Schreien des bunten Bündels im Kasten. Die Gestalt auf dem Felsen hatte ein langes Brett in den Händen und versuchte damit, den Kasten vom Ufer der Klippe zu lösen und in die hohen Wellen zu stoßen — als sie plötzlich wieder die Stimme ihren Namen rufen und Geschrei ertönen hörte. Ohne zu zögern tauchte sie unter dem Kasten hervor, griff nach dem Brett und zog so heftig daran, dass die Gestalt den Halt auf den glatten Steinen der Klippe verlor und samt Brett ins Wasser fiel. Sarah ergriff das Brett, schob es durch einen kleinen Griff an der Seite des Kastens und zog den Kasten daran von der Klippe weg in Richtung Insel. Die Gestalt sah das Mädchen und versuchte, sich am Kasten zu ihr zu hangeln, um sie unter Wasser zu drücken. Sarah rief nun laut um Hilfe und krallte sich am Brett fest, als plötzlich eine grauschwarze, fellige Hand aus dem Kasten hervor schnellte und die Gestalt am Kragen packte. Die Gestalt wandte sich dem Kasten zu und riss plötzlich die Arme schreiend in die Höhe, als sie eine riesige Welle erfasste und mit Wucht gegen den Felsen schleuderte. Die Gestalt rutschte langsam vom Felsen — Entsetzen und Bosheit in den Augen — und verschwand unter der Wasseroberfläche. Sarah sah dies und griff wieder nach dem Brett, um den Kasten an Land zu ziehen. Total erschöpft kroch sie, das Brett fest umklammert, auf den Sand und sackte in sich zusammen.

Als Sarah wieder zu sich kam, sah sie in ein Clownsgesicht, dessen Schminke fast abgewaschen war. Das Gesicht war mit Fell übersät und hatte eine braune Maske, worauf zwei schwarze Augen, eine affenartige Nase und ein breiter Mund mit blitzenden, weißen Zähnen unter der verwaschenen bunten Schminke zu erkennen waren. Sarah erschrak und wollte sich erheben, doch dieser bunte Fellberg saß auf ihr und seine langen Arme hielten sie fest. Eine Kette klirrte zu ihrer Linken, und sie versuchte, sich von dem Wesen zu befreien, als das Wesen plötzlich mit der linken Hand über ihr Gesicht strich und es von Algen und Muscheln befreite. Sarah hielt ganz still und traute sich kaum zu atmen. Das Wesen zog mehrere Algen aus ihrem Haar und von ihrem Hals, und zog sich langsam, ihren ganzen Körper von den Meerespflanzen befreiend, in Richtung ihrer Füße zurück. Sarah sah ihm dabei zu und konnte plötzlich unschwer erkennen, dass das Wesen männlicher Natur war. Sie schloss die Augen, drehte sich auf die Knie und stand auf, sich mit ihren Armen und einem riesigen Büschel Algen, das neben ihr lag, bedeckend. Das Wesen hockte vor ihr und musterte sie neugierig. Sarah wandte sich ab und sag einige Schritte neben sich ihre Kleider im Sand liegen, sie lief dorthin, um sich eilig anzukleiden. Als sie sich das Kleid überstreifte, erkannte sie aus einiger Entfernung, dass das Wesen kein Monster war, sondern ein Affe, den man kläglich versucht hatte, als Clown zu verkleiden und der offensichtlich in dem zerschellten Kasten gefangen gehalten wurde, am Handgelenk an eine Kette gebunden.

Sarah hockte sich nieder und sah dem traurigen Affen zu, wie er versuchte, sich den letzte Rest Schminke mit Wasser vom Gesicht zu waschen. Sie ging zu ihm und half ihm mit Hilfe der Algen, die der Affe von ihrem Körper gesammelt hatte. Nach einer Weile konnte man wieder einen Affen auf dem nun lustigen, warmen Gesicht erkennen. Sarah nahm den Affen an die Hand und erkundete mit ihm zusammen die Insel, fand auch bald eine kleine, mit Büschen zugewachsene Höhle, wo sie übernachten konnten. Als es langsam dunkel wurde, zündete Sarah mit Hilfe von zwei Steinen und einem Stöckchen ein kleines Feuer an. — Das hatte sie damals als Kind vor Jahren von ihrem Vater gelernt, der wenig später leider bei einem Schiffbruch ums Leben kam. Sie saß dem Affen gegenüber und schaute ihm in seine traurigen Augen. Der Schein des Feuers warf ein mattes Licht auf seinen Blick, der dadurch fast menschlich und warm wirkte. Als die Müdigkeit sie übermannte, legte sie sich auf ihre Kleider, die sie zuvor auszog und als Lager für beide mit Laub darunter herrichtete. Der Affe kam zu ihr und kuschelte sich mit seinem warmen Fell an sie. Sarah fühlte sich wohl; des Affen Fell fühlte sich an wie eine warme Decke. Sie umarmte den Affen wohlig und streichelte seinen Rücken. Der Affe umschloss ihre schlanke Hüfte mit seinen Armen und leckte sie behutsam am Hals und an der Schulter. Sarah genoss die Liebkosungen und war dem Einschlafen nahe, als sie plötzlich bemerkte, wie sich etwas zwischen ihre Schenkel schob und sie leicht an ihrer empfindlichsten Stelle berührte. Doch bevor sie etwas sagen konnte, durchrann sie ein wohliger Schauer und sie hatte das Gefühl, als schwebe sie in die Wolken hinauf. Sie lag auf der Seite und hob unwillkürlich das eine Bein sacht an, als sie fühlte, dass sie nun an dieser Stelle dort immer feuchter wurde. Ihre Hand glitt dem Affen den Rücken hinab bis zu seinem Schwanzansatz und zog instinktiv und voller Verlangen den Affen weiter zu sich heran, bis sie spürte, wie das Etwas zwischen ihren Schenkeln in sie eindrang. Der Affe presste seinen Körper fest an Sarahs Bauch und fing langsam an, sich hin- und herzubewegen. — Er drang immer weiter in sie ein und hielt Sarah immer fester umklammert. Eine Flut wallender Gefühle strömte Sarah immer und immer wieder durch ihren Körper und sie krallte sich — immer heftiger atmend — in den felligen Rücken des Affen, dessen Bewegungen immer schneller und härter wurden. Dann plötzlich fühlte Sarah, wie der Affe in ihren Bauch biss und gleichzeitig, wie es zwischen ihren Schenkeln zu pulsieren begann und stoßweise seinen Saft in sie hineinpumpte. Da begannen auch ihre Sinne zu schwinden und sie fühlte nur noch das Pochen zwischen ihren Schenkeln — in der weiten Leere des Nichts. Erschöpft und zufrieden schlief sie dann auch bald fest ein.

Eine Stimme weckte sie aus ihren Träumen — die Mutter stand an ihrem Bett und rüttelte sie: „Sarah, was hast Du? Du hast geschrien und gestöhnt… Kleines, sag, was hast Du?“ Sie legte besorgt ihre Hand auf Sarahs Stirn und meinte: „Ist ja schon gut, Liebes. Du hast nur bös’ geträumt…“ Das Lächeln der Mutter beruhigte Sarah, und sie erhob sich langsam und setzte sich auf. Die Mutter rief: „Sarah, ich war heute auf dem Markt und habe den Clown besucht. Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen, wegen Deiner Frage an mich gestern, als wir heimgingen. Ich habe den Fall untersucht und habe gesehen, als ich zum Clown kam, dass er seinen Affen schlug — Du weißt schon, der kleine tanzende Clown…“ Sarah sah ihre Mutter mit großen Augen an und fragte: „Was wolltest Du dort?“ Die Mutter lief erzählend zur Tür und blieb dort stehen: „Ich habe mit dem Clown gesprochen und das Tier tat mir soo leid, also habe ich ihm den Affen abgekauft für 1000 Silberlinge, die er auch sofort annahm und mir den Affen an der Kette in die Hand drückte.“ Sarah sah die Mutter ungläubig an: „Du… hast was?“ Die Mutter machte die Tür auf und sagte: „Ja… er ist hier…“ Der Affe kam in seinem bunten, zerrupften Kostüm und mit verwaschener Schminke im Gesicht auf Sarah zu gerannt, hopste auf ihr Bett und umarmte sie ganz fest. Sarah saß wie angewurzelt da und konnte nicht glauben, was sie da in den Armen hielt. Die Mutter lächelte und ließ die beiden allein, um derweil das Frühstück vorzubereiten.

Von nun an lebte Sarah glücklich bis an ihr Lebensende mit dem Affen zusammen und wurde die beste Tierärztin aller Zeiten…

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